Entwicklungskonzepte und wirtschaftliche Initiativen

 

Schönau ist ein funktionierendes, lebendiges Dorf mit ausgeglichener Siedlungs- und Bevölkerungsstruktur, geprägt von einer aktiven Dorfgemeinschaft mit großem Zusammenhalt und reger Vereinstätigkeit. Der Ort konnte aufgrund einer maßvoll gelenkten Entwicklung seinen dörflich-ländlichen Charakter bewahren und sorgt gleichzeitig durch die Nutzung moderner, umweltfreundlicher Energien für eine zukunftsweisende Ausrichtung.

Das gesamte Dorf ist in seiner Energieversorgung unabhängig und deckt seinen Bedarf über regenerative, umweltfreundliche Quellen ab. Die Dorfbewohner sind stolz darauf, dieses Thema in der Gemeinschaft offensiv angegangen zu sein und über „kleine Energieverbünde“ eine große Wirkung erzielt zu haben. Die Anfänge auf diesem erfolgreichen Weg waren der Einbau einer Erdwärmespeicherheizung beim Neubau der Grundschule und die energetisch durchdachte Sanierung der „Alten Schule“.
Die sieben landwirtschaftlichen Betriebe sind zukunftsweisend auf die Lieferung von nachwachsenden Rohstoffen zur Energiegewinnung bzw. die Produktion von hochwertigen, regional erzeugten Nahrungsmitteln spezialisiert und die Betreiber konnten somit ihre Betriebe weiter ausbauen. Sie leisten einen wichtigen Beitrag zur Nahversorgung.
Die im gesamten Dorf bestehenden ausgewiesenen 30er-Zonen und die elektronischen Zeigefinger sorgen für eine spürbare Verkehrsberuhigung durch angepasste Fahrgeschwindigkeiten.

Unsere StärkenDer Ort hat eine zentrale Lage zu den beiden Oberzentren München und Rosenheim. Dadurch ist Schönau attraktiv zum Wohnen und Leben, ebenso wie für die Ansiedlung von Betrieben. Die Struktur Schönaus hat sich entsprechend der Bedürfnisse der Bevölkerung weiterentwickelt. Es besteht aus dem lebendigen alten Ortskern mit angrenzenden gewachsenen Wohngebieten, Landwirtschaft, Handwerk, Gewerbe, Nahversorgung (Arzt, Kramer, Metzger, Wirt, Friseur, Bank, BayWa, Tankstelle, Apothekendienst), Pfarrei samt Seelsorge sowie Grundschule. Wesentlich in Zeiten des Internets ist der DSL-Anschluss mit 16.000 KBit für alle Haushalte des Ortes.
Seit Jahren verfügt das Dorf über ein maßvolles Bevölkerungswachstum und eine ausgeglichene Bevölkerungsstruktur (25 % der Einwohner sind unter 18 Jahren). Schönau ist besonders attraktiv für junge Familien. Zahlreiche Einwohner können im Ort arbeiten, da er über 50 Handwerks- und Gewerbebetriebe zu denen 15 Ausbildungsplätze gehören, verfügt. Große Arbeitgeber befinden sich im benachbarten Mailling (über 300 Vollzeit- und 40 Teilzeitarbeitsplätze) sowie im 3 km entfernten Hohenthann (u. a. Modellbaubetrieb mit über 100 hochqualifizierten Arbeitsplätzen).
Allen Verantwortlichen lag eine maßvolle Ortsentwicklung am Herzen. Wohngebiete wurden unter Berücksichtigung des „Einheimischen-Modells“ ausgewiesen und Gewerbeflächen für ortsansässige Betriebe geschaffen. 2013 wurde durch die Gemeinde Tuntenhausen am nordöstlichen Ortsrand eine weitere Baufläche erworben und bevorzugt für ortsansässige Gewerbetreibende ausgewiesen. Hier ist eine sehr große Nachfrage feststellbar.
Die „Alte Schule“, ein historisches Gebäude, wurde durch hohes ehrenamtliches Engagement aller Ortsvereine und der Kirche zu einem Vereinsheim umgebaut. Es wird von der gesamten Bevölkerung rege genutzt und mit Leben erfüllt.
Ein nicht unerheblicher Aspekt der zukunftsorientierten Wirtschaftlichkeit ist die Umnutzung von altem Gebäudebestand. Statt Leerstand, wie vielerorts üblich, werden alte Betriebsflächen mit neuem Leben gefüllt, z. B. im „Alten Schreinerhaus“ befindet sich unter Erhaltung des ehemaligen Flairs heute eine Keramikwerkstatt.
Eine weitere Stärke, insbesondere des Dorf- und Vereinslebens, ist der Dorfwirt. Hier konnte nach häufigen Pächterwechseln in der Vergangenheit der neue Inhaber durch den Erwerb und die Wiedereröffnung des Gasthofes im Jahr 2012 eine Stetigkeit einbringen, von der das gesamte Dorf und seine Umgebung im positivsten Sinne profitieren.
Auf die eigene, langfristig gesicherte Versorgung mit qualitativ sehr hochwertigem Trinkwasser zu sehr günstigen Preisen, sind alle sehr stolz. Seit 2000 ist der gesamte Ort an die gemeindliche Kanalisation angeschlossen, wobei auch für Neubauten noch ausreichend Kapazitäten vorhanden sind.
Der große Anteil an Haushalten (54 %), die mittels moderner, umweltfreundlicher Techniken (Holz, Sonne, Gas, Erdwärme) ihre Energieversorgung sichern, ist bemerkenswert und wird als zukunftsweisend gesehen. Die Gemeinde selbst sorgt für eine energiesparende Wärmeversorgung in den öffentlichen Gebäuden, (z.B. in der neuen und alten Schule). Die Wärmedämmung der Mehrzweckhalle und die Energieeinsparungen bei der Straßenbeleuchtung durch fortschrittliche Technik sind vorbildlich.
Eine der größten Stärken des Dorfes Schönau ist die überörtliche Zusammenarbeit der Vereine und Gruppierungen mit der gesamten Region. Viele der aktiven Mitglieder der Vereine kommen aus den umliegenden Dörfern. Der örtliche Sportverein hat seine Sportstätte in Schönau, führt aber schon durch seinen Namen TSV Hohenthann-Beyharting seit der Gründung die gesamte Region zu sportlichen Aktivitäten zusammen.
Ebenso ist Schönau der zentrale Ort für die Kirchengemeinde. Die Filialkirchen in Hohenthann und Biberg und Nebenkirchen wie Mailling, Sindlhausen und Thal sind durch das kirchliche Leben eingebunden.
Die Planungen und Aktivitätenzum Dorfwettbewerb wurden von Anfang an auch durch Projektmitglieder aus den umliegenden Ortschaften mit getragen.
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Schönau - Das beschauliche Dorf - Teilnehmer im Dorfwettbewerb